Viele Menschen erschrecken, wenn sie plötzlich schwarze Punkte vor den Augen, kleine Fäden, Ringe oder „fliegende Mücken“ wahrnehmen. Medizinisch spricht man von Glaskörpertrübung, häufig auch von Mouches volantes oder Floatern. Gemeint sind Trübungen im Glaskörper, also in der gelartigen Substanz im Augeninneren, die als bewegliche Schatten wahrgenommen werden. Besonders auffällig sind sie vor hellem Hintergrund – etwa beim Blick in den Himmel, auf eine weiße Wand oder auf einen Bildschirm.
Die häufigste Ursache: altersbedingte Veränderungen des Glaskörpers
In den meisten Fällen steckt hinter einer Glaskörpertrübung ein normaler Alterungsprozess. Der Glaskörper verändert sich im Laufe des Lebens: Er schrumpft, wird flüssiger, Kollagenfasern verklumpen und werfen Schatten auf die Netzhaut. Genau diese Schatten werden dann als schwarze Punkte, Fäden oder Schlieren gesehen. Die Mainzer Augenärzte Dr. Thomas Kauffmann, Dr. Jutta Kauffmann und Dr. Stefan Breitkopf beschreiben zudem, dass sich der Glaskörper mit zunehmendem Alter langsam von der Netzhaut ablösen kann. Diese hintere Glaskörperabhebung ist häufig harmlos, kann aber zunächst irritierend sein.
„Viele Betroffene bemerken die Trübungen anfangs sehr stark. Danach gewöhnt sich das Gehirn oft an sie, sodass sie mit der Zeit weniger störend erscheinen. Neue Mouches volantes fallen zunächst unangenehm auf, werden aber später von vielen Menschen deutlich weniger bewusst wahrgenommen“, so Augenarzt Dr. Thomas Kauffmann.
Schwarzer Punkt im Auge oder schwarze Punkte sehen – was ist damit gemeint?
Wenn Patientinnen und Patienten sagen, sie hätten einen schwarzen Punkt im Auge, ist damit meist kein Fleck auf dem Auge selbst gemeint. Gemeint ist fast immer eine bewegliche Struktur im Blickfeld. Typisch ist, dass die Punkte „mitschweben“, beim Blickwechsel nachziehen und sich nie ganz fixieren lassen. Genau das unterscheidet Glaskörpertrübungen von vielen anderen Sehphänomenen. In der Mainzer Gemeinschaftspraxis für Augenheilkunde werden sie deshalb auch als Punkte, Fäden, Ringe oder Spinnweben beschrieben.
Schwarze Punkte vor den Augen durch Stress?
Stress gilt nicht als typische Ursache echter Glaskörpertrübungen. „Stress und Anspannung können allerdings dazu führen, dass bereits vorhandene Floater stärker wahrgenommen werden. Mit anderen Worten: Stress macht die Trübungen meist nicht neu, aber er kann die Aufmerksamkeit darauf erhöhen. Wenn die Punkte plötzlich neu auftreten oder deutlich zunehmen, sollte man deshalb nicht einfach von Stress ausgehen“, so Dr. Thomas Kauffmann.
Seltener, aber ernst: Netzhautriss oder Netzhautablösung
Der wichtigste Punkt ist: Nicht jede Glaskörpertrübung ist harmlos. Wenn der schrumpfende Glaskörper an der Netzhaut zieht, kann es zu einem Netzhautriss kommen. Gelangt Flüssigkeit durch einen solchen Riss unter die Netzhaut, kann sich daraus eine Netzhautablösung entwickeln. Typische Warnzeichen sind plötzlich viele neue schwarze Punkte, Lichtblitze, ein Schatten am Rand des Gesichtsfelds oder das Gefühl eines grauen beziehungsweise schwarzen Vorhangs. Diese Symptome müssen rasch augenärztlich abgeklärt werden, weil frühes Handeln bleibenden Sehverlust oft verhindern kann. Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Aufmerksamkeit zusätzlich: starke Kurzsichtigkeit, frühere Augenoperationen – etwa eine Grauer-Star-OP – und Augenverletzungen zählen laut Gesundheitsinformation.de zu den wichtigen Risikofaktoren für Netzhautrisse oder Netzhautlöcher.
Wenn Sie schon länger gelegentlich Floater sehen und sich das Muster nicht verändert, ist das meist kein Notfall. Trotzdem ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll, wenn die Beschwerden neu sind, deutlich stören oder Sie unsicher machen. Ganz anders ist die Situation bei einem plötzlichen Schwall neuer Punkte, bei Lichtblitzen oder einem Schatten/Vorhang im Sichtfeld: Dann sollten Sie sich möglichst noch am selben Tag augenärztlich vorstellen.
Wie werden Glaskörpertrübungen behandelt? Therapie mit speziellem Laser in Mainz
Nach Ausschluss ernster Ursachen raten Augenärztinnen und Augenärzte häufig zunächst zum Abwarten. Das liegt daran, dass viele Mouches volantes mit der Zeit weniger wahrgenommen werden. Wenn die Trübungen jedoch massiv belasten, kommen Behandlungen infrage. Glaskörpertrübungen werden mit einem speziellen Nd:YAG-Laser behandelt. Die Mainzer Augenärzte Dr. Thomas Kauffmann, Dr. Jutta Kauffmann und Dr. Stefan Breitkopf informieren über die Lasertherapie bei Glaskörpertrübungen in ihrer Praxis in Mainz.
Wenn Sie schon länger gelegentlich Floater sehen und sich das Muster nicht verändert, ist das meist kein Notfall. Trotzdem ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll, wenn die Beschwerden neu sind, deutlich stören oder Sie unsicher machen. Ganz anders ist die Situation bei einem plötzlichen Schwall neuer Punkte, bei Lichtblitzen oder einem Schatten/Vorhang im Sichtfeld: Dann sollten Sie sich möglichst noch am selben Tag augenärztlich vorstellen.
Schwarze Punkte vor den Augen ernst nehmen – aber richtig einordnen
Eine Glaskörpertrübung ist häufig lästig, aber oft harmlos. Die häufigste Ursache sind altersbedingte Veränderungen des Glaskörpers. Trotzdem gilt: Wer plötzlich deutlich mehr Floater sieht, zusätzlich Lichtblitze bemerkt oder einen Schatten im Gesichtsfeld wahrnimmt, sollte sofort an einen Netzhautriss denken und das Auge kurzfristig untersuchen lassen. Für Patientinnen und Patienten in Mainz ist genau diese Unterscheidung entscheidend: beruhigen, wenn es harmlos ist – und schnell handeln, wenn Warnzeichen vorliegen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine augenärztliche Untersuchung, Diagnose oder persönliche Beratung. Bei Beschwerden, Veränderungen des Sehvermögens oder Fragen zur eigenen Augengesundheit sollte stets eine augenärztliche Praxis aufgesucht werden.









