Mit zunehmendem Alter verändert sich die natürliche Linse im Auge. Ab etwa dem 40. Lebensjahr verliert sie ihre Elastizität. Das scharfe Sehen in der Nähe fällt zunehmend schwerer. Diese sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) betrifft nahezu alle Menschen und führt meist dazu, dass eine Lese- oder Gleitsichtbrille notwendig wird. Doch es gibt eine moderne, sichere Alternative: die implantierbare Kontaktlinse (IPCL) in einer presbyopiekorrigierenden Variante.
Was ist eine IPCL – und wie funktioniert sie?
Die implantierbare Kontaktlinse (IPCL) ist eine hauchdünne Linse, die zusätzlich zur natürlichen Augenlinse ins Auge eingesetzt wird, ohne dass die körpereigene Linse entfernt wird. Sie liegt praktisch unsichtbar im vorderen Augenabschnitt zwischen Iris und eigener Linse und korrigiert Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und – in der presbyopiekorrigierenden Variante – auch die Alterssichtigkeit. Im Gegensatz zur Laserbehandlung bleibt das Gewebe der Hornhaut unberührt. Die Behandlung ist reversibel. Das bedeutet: Die Linse kann bei Bedarf wieder entfernt oder später ausgetauscht werden.
Wann ist die IPCL bei Presbyopie die richtige Wahl?
Die presbyopiekorrigierende IPCL eignet sich besonders für Menschen,
- die über 40 Jahre alt sind und unter nachlassender Nahsicht leiden,
- die keine Gleitsicht- oder Lesebrille mehr tragen möchten,
- deren Hornhaut zu dünn für eine Laserbehandlung ist oder
- die sich eine individuell anpassbare und langfristig flexible Lösung wünschen.
Da die natürliche Linse im Auge verbleibt, bleibt auch ihre Fähigkeit in Teilen erhalten, in unterschiedlichen Entfernungen scharf zu sehen. Die spezielle optische Struktur der Linse sorgt dafür, dass Nah-, Mittel- und Fernsicht harmonisch zusammenspielen, ganz ohne Brillenwechsel.
Der Ablauf einer IPCL Implantation – individuell und präzise
Vor jeder IPCL-Implantation steht eine ausführliche augenärztliche Untersuchung in der Augenärztlichen Gemeinschaftspraxis von Dr. Thomas Kauffmann, Dr. Jutta Kauffmann und Dr. Stefan Breitkopf in Mainz. Dabei werden Hornhaut, Pupillenweite, Augendruck und Sehfehler genau vermessen, die Sehgewohnheiten und der Alltag der Patientin oder des Patienten berücksichtigt und gemeinsam die passende Linsenvariante ausgewählt.
Auf Basis dieser Daten wird die Linse maßgefertigt. Jedes Modell ist perfekt auf das jeweilige Auge abgestimmt. Der Eingriff erfolgt ambulant, ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten pro Auge. Vorteile der presbyopiekorrigierenden IPCL:
- Scharfes Sehen in allen Entfernungen ohne Gleitsichtbrille
- Reversibles Verfahren – die Linse kann bei Bedarf entfernt werden
- Keine Veränderung der Hornhaut wie bei Laseroperationen
- Kurze Erholungszeit, schnelle Sehverbesserung
- Langfristig stabiler Seheindruck.
Patientinnen und Patienten berichten oft schon kurz nach der Operation von einem völlig neuen Sehgefühl, natürlich, klar und unabhängig von der Brille. Die presbyopiekorrigierende IPCL eröffnet neue Möglichkeiten für Menschen, die sich dauerhaft von der Lesebrille verabschieden möchten. Sie vereint Sicherheit, Individualität und modernste Medizintechnik – und bietet eine echte Alternative für alle, die Wert auf Brillenfreiheit und natürliche Sehqualität legen.





